TAGEBUCH-ARCHIV TEIL 10

19. Dezember 2016: Noch rechtzeitig vor Weihnachten hat unser lieber Hundefreund Steffen aus München ein Video von Roxy fertig stellen können. Die Qualität lässt etwas zu wünschen übrig, aber besser war es nicht zu machen, da wir nie das Glück hatten, schönes sonniges Wetter für die Aufnahmen zu erwischen. Auf jeden Fall ist deutlich zu sehen, wieviel Lebensfreude unser großer Beschützer entwickelt hat. Er hat sein Herz in die Pfoten genommen und alle negativen Prognosen ignoriert - er lebt, und er genießt sein Leben als „Breitmaulcollie“! So kann es gern noch lange bleiben.

    Auch von Luna gibt es ein neues Video. Für die ehemalige Zicke ist das Leben bei Dexter und seinen Menschen Annette und Wilfried ein permanenter Hundespaß. Ein schöneres Weihnachtsgeschenk als Berichte von glücklichen Hunden - und ihren glücklichen Menschen kann es nicht geben!

12. Dezember 2016: Ein trauriges, schockierendes Wochenende liegt hinter uns. Gleich zwei ehemalige CiN-Schützlinge sind vorgestern völlig überraschend über die Regenbogenbrücke gegangen. Alessa war vor zwei Jahren mit ihrer Schwester Julie(Anabel) von einer Familie in Herne adoptiert worden. Erste Symptome ihrer Krankheit traten erst vor ein paar Tagen auf, aber der Krebs war schon so weit fortgeschritten, dass es keine Hoffnung mehr für das wunderbare Colliemädchen gab. Biene(Ivana) lebte fast zwölf glückliche Jahre mit ihrer Familie in Berlin. Ihr Tod kam genau so unvorhergesehen wie der von Alessa. Wir fühlen mit den Menschen, die ihre Lieblinge verloren haben.

6. Dezember 2016: Heute hatten wir Besuch von der hübschen Lotta aus Velbert. Leider war die Zeit viel zu kurz, aber immerhin lang genug, dass Lotta völlig entspannt auf der Couch einschlief und damit signalisierte, dass sie sich bei uns immer noch absolut sicher und wohl fühlt. Von Lottas Zweibeinern wurden wir wieder mit super leckerem Honig aus eigener Produktion versorgt, danke für die verführerische Leckerei!

    Bei True zeigt die Fütterung mit der Hand langsam Erfolge. Die Portionen, die er zu sich nimmt, sind jetzt groß genug, dass er allmählich an Gewicht zulegen sollte. Vorläufig werden wir es nicht mehr wagen, die Sahne auf dem Futter wegzulassen, denn bei den bisherigen Versuchen hat True mit deutlicher Empörung reagiert!

20. November 2016: Unsere vierbeinigen Patienten halten uns ganz schön in Atem. True hat seine schwierige Hodentumor-OP zwar überstanden, aber nach jetzt 5 Tagen hat sich an seinem katastrophal schlechten Appetit noch nichts geändert. Egal was man ihm vorsetzt, er nimmt nur eine Miniportion und muss dann mühselig mit der Hand gefüttert werden. Da er immer wieder Pausen einlegt, kann die Prozedur locker mal bis zu 30 Minuten dauern. So wird er sein massives Untergewicht nicht so schnell los!

    Mit Roxys Problemen müssen wir uns leider abfinden. Die Lähmung wird schlimmer, ist aber immer noch nicht so schlimm, dass über eine gewisse Entscheidung nachgedacht werden müsste. Die dicke Schlabberschnute hat eine riesige Lebensfreude. Die Schnute wird manchmal auch dahin gesteckt, wo sie absolut nichts zu suchen hat - vor einigen Tagen zum Beispiel in den Mülleimer! Da wir nicht mehr erkennen konnten, ob der Kerl etwas Unverdauliches verschlungen hatte, bekam er eine halbe Dose Sauerkraut vorgesetzt. Sogar das verschwand in Windeseile in seinem Schlund. Der Raub blieb zum Glück folgenlos. Wenn Roxy doch etwas von seiner Fresslust an True abgeben könnte!

14. November 2016: Zwei Tage große Sorgen um Roxy! Fast von einer Stunde auf die nächste verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Er konnte nur unter großer Anstrengung aufstehen, knickte immer wieder mit den Hinterbeinen ein und bekam dazu auch noch ziemlich heftigen Durchfall inclusive Fieber. In der Tierklinik wurde er sofort stationär aufgenommen und an den Tropf gelegt. Mit schwerem Herzen ließen wir ihn zurück, in der Nacht konnten wir nicht besonders gut schlafen. Aber schon am nächsten Morgen gab es Entwarnung, Roxy hatte sich so gut erholt, dass er entlassen werden konnte. Er ist ein bisschen langsamer, dafür aber eher noch schmusiger geworden.

9. November 2016: Für einige Tage war endlich mal wieder Leben in der „Villa Collie & Co.“. Für unsere Jahreshauptversammlung waren die treuen CiN-Freunde dieses Mal in großer Zahl angereist. Ab Freitag ging es rund, zuerst kamen Susanne und Siggi mit ihrem Vierbeinertrio, am Dienstag reiste als Letzter Clemens wieder ab. Luna sah ich seit Pfingsten zum ersten Mal wieder. Die Prinzessin tat so, als ob sie nur mal kurz weg gewesen sei! Am Montag wurde ihr Bein in unserer Tierklinik wieder geröngt, und welche Freude, unsere Hoffnung hat sich erfüllt, die Gelenkspalte ist endlich sichtbar kleiner geworden. In einigen Monaten könnte es tatsächlich so weit sein, dass Luna die harte Orthese nicht mehr braucht.

    Für Roxy war der Trubel ein großer Spaß, unsere Freunde sind überwiegend auch seine Freunde. Bei den Hundemädels fand er weniger Anklang. Da er meinte, seine Schnute unbedingt unter Kachinas Schwanz stecken zu müssen und er ihre Warnungen stur ignorierte, gab es eine mit viel Lautstärke untermalte Abreibung für ihn. Der Erziehungserfolg war nur kurz, Susanne musste ihr altes Mädchen ins Haus in Sicherheit vor dem verliebten Roxy bringen! Klein-Peaches dagegen versuchte mit allen weiblichen Hundetricks, Roxys Aufmerksamkeit zu erringen - vergebens! Sie wurde mit absoluter Nichtbeachtung gestraft.

    Clemens brachte zwei alte Collies vom Tierheim Mainz mit zu uns. Um den 14-jährigen True machen wir uns schon Sorgen, und nicht nur wegen des großen Hodentumors. True wird am Dienstag nach dringendem Anraten der Tierärztin operiert, vielleicht können wir dadurch noch verhindern, dass der Tumor streut.

26. Oktober 2016: Roxy ist mein persönlicher Bodyguard geworden! Sobald es dunkel wird, bleibt er bei unseren Runden ganz dicht neben mir. Ich glaube, er würde nicht lange fackeln, sollte ein „böser Bube“ mir zu nahe kommen. Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie positiv sich dieser Hund entwickelt hat, hauptsächlich gesundheitlich. Er macht mit seinen Hinterbeinen manchmal zwar abenteuerliche Schlenkereien, fällt aber nicht mehr um, im Gegenteil, er legt bei seinen „Juhusprints“ ein erstaunliches Tempo vor. Seine Verdauung funktioniert hier einwandfrei, im Tierheim hatte er damit oft Probleme. Die Futterportionen sind gewaltig, die verschlingt er im Höchsttempo, selten bleibt mal ein Krümelchen übrig.

    In gut einer Woche wird es interessant, Roxy wird dann den ersten CiN-Besucheransturm erleben! Viele Menschen mit vielen Hunden - wir werden sehen, was Roxy dazu meint. Ich hoffe, dass er wenigstens mit den Mädels viel Spaß haben wird!

16. Oktober 2016: Der Bericht vom Besuch von Eva und Wolf mit ihrem Fiete im August ist leider unerklärlicher Weise verloren gegangen. Hier also endlich die Seite mit Fotos von Fiete.  

14. Oktober 2016: In den vergangenen zwei Wochen war einiges los bei CiN. Nach vielen Mühen und letzten Endes mit der Überwindung vieler Hürden konnte ein sechsjähriger (vermutlich) Beardiemischling sein neues Zuhause bei der Familie beziehen, die Mitte September unseren süßen Max durch einen geplatzten Milztumor verloren hatte. Yeti bringt alle Voraussetzungen mit, dass seine Menschen den Schmerz um Max nach und nach überwinden können.

    Gestern ist dank des Engagements und der Hartnäckigkeit unserer Münchener Tierfreundin Christa der dreizehnjährige Rottweiler Roxy bei uns eingezogen, der ja nicht unbedingt wie ein Collie aussieht, aber sich möglicherweise irgendwann einmal viel vom Charme eines Collies abgeschaut hat!

2. Oktober 2016: Pascale und Ilse vom Collieclan Putten haben uns gestern mit den Ex-CiN-Schützlingen Unkas und Patsy besucht. Die Stunden gingen viel zu schnell vorbei. Das Wetter ließ uns gerade noch Zeit für ein paar Fotos, aber der Regen verbannte uns die meiste Zeit ins Haus. Lukki benahm sich ausnahmsweise mal sehr manierlich gegenüber einem Rivalen in seinem Revier!

    Von Luna gibt es eine neues Video! Zwischen der „Zicke“ und ihrem Partner Dexter hat es offensichtlich endlich gefunkt, nach Aussage Wilfrieds geht es inzwischen fast jeden Tag mindestens einmal so zu wie auf dem Video zu sehen.

5. September 2016: Es war zwar nur ein Wochenende, dafür aber ein sehr schönes und aufschlussreiches. Luna besuchte uns zum ersten Mal, seit sie im Mai für eine Woche (!) bei Annette und Wilfried Urlaub von CiN machen sollte. Aus der Woche sind inzwischen mehr als drei Monate geworden. Der Wechsel in ein anderes Umfeld ist für Luna sehr positiv gelaufen. Ihre Zickerei mit Dexter hat sie fast völlig abgelegt, alle kritischen Stellen an ihrem Bein sind seit Wochen trocken, sogar an den meisten Stellen sind die Haare wieder gewachsen. Ein Wermutstropfen ist leider die noch immer fehlende Stabilität. Meinem Gefühl nach lässt sich das Gelenk nicht mehr so stark bewegen, aber genau lässt sich das erst durch eine neue Röntgenaufnahme feststellen.

1. September 2016: Gestern mussten wir unser geliebtes Püppchen über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Es ging plötzlich ganz schnell, am Freitag nahm sie nur wenig Futter an, ab Samstag verweigerte sie selbst die leckersten und ungesündesten Sachen, zu mehr als einem Löffelchen Fleisch oder Brühe pro Tag ließ sie sich nicht überreden. Sie wurde immer stiller, hustete häufiger. Gestern ließen wir noch Röntgenaufnahmen vom Brustkorb und Kiefer machen mit erschreckendem Befund. Es gab keine andere Wahl, als Püppi für immer schlafen zu lassen. Es ist so furchtbar leer und ruhig ohne den Wirbelwind, selbst Püppis Freunde wirken bedrückt und sind nur mit Mühe aus dem Haus zu locken. Im Land hinter dem Regenbogen werden Püppis Freunde, die vor ihr gegangen sind, sie sicher liebevoll in Empfang nehmen.

21. August 2016: CiN befand sich eine Weile sozusagen im Dornröschenschlaf. Ein massiver Fehler sorgte für ein ziemliches Chaos, nicht nur das Internet war tot, zeitweise funktionierte sogar der Telefonanschluss nicht. Wir hatten uns schon mit einem beschaulichen Wochenende abgefunden, aber gestern irgendwann zwischen 17 und 18 Uhr waren wir wieder mit der Außenwelt verbunden. Es ist erschreckend, wie abhängig wir von dieser Technik sind!

    Bei Filou wuchert der Tumor im Kiefer sehr schnell weiter. Da der arme Kerl bei fast jeder Berührung aufjaulte, wurde er auf starke Schmerzmittel eingestellt. Damit kommt er ganz gut klar. Zusätzlich werden wir spätestens übermorgen noch speziell für ihn angefertigte TCM-Tropfen bekommen.

     Püppi hält sich noch immer sehr tapfer. Bei ihr sind Schmerzen offensichtlich kein Problem, selbst an der Nase kann ich angetrocknete Reste von Tränenflüssigkeit abwischen, ohne dass sie zuckt, geschweige denn jault. Sie hüstelt etwas mehr, aber echte Atemnot hat sie definitiv nicht. Sie fungiert auch immer noch als Alarmanlage. Wenn sich am Hoftor etwas tut, ist sie die erste, die mit Gebrüll um die Ecke flitzt. Bleib bitte noch lange bei uns, Süße!

    In den letzten beiden Wochen hatten Eva und Wolf mit Fiete in Ostfriesland Urlaub gemacht. Fiete hat sich seit seinem Umzug nach Baden-Württemberg sehr positiv entwickelt. Er ist viel ruhiger geworden, wenn aber Pflegefrauchen oder -herrchen einen anderen Vierbeiner beschmusen, ist seine Welt nicht mehr in Ordnung. Besonders traurig war dieser Colliebub sicher nicht, als es wieder Richtung Heimat ging!