SIMON - SAMMY
Liebe Familie Koopmann,
heute möchte ich "Simon", jetzt heiße ich "Sammy", ein paar Zeilen schreiben. Bestimmt wollt Ihr wissen, wie es mir geht. Es geht mir gut. Ich habe mich in meinem neuem Zuhause, ein kleines Haus mit Garten, schon sehr gut eingelebt. Auch in der näheren Umgebung bin ich bei Mensch und Hund bekannt. Natürlich habe ich auch schon Freunde gefunden, mit denen ich mich so richtig austoben kann. Mit den Kindern in unserer Nachbarschaft macht das Spielen besonders viel Freude. Alle haben mich in ihr Herz geschlossen. Ich bin ja auch ein Prachtkerl.
Am Anfang ging es mir nicht so gut. Ich hatte in regelmäßigen Abständen Durchfall und fühlte mich nicht gut. Außerdem war ich sehr unruhig. Mein Frauchen und Herrchen gingen mit mir zur Tierärztin. Sie hat nach mehreren Untersuchungen festgestellt, dass ich die Giardien hatte. Nach zwei intensiven Kuren hatten wir diese Krankheit im Griff. Das war aber noch nicht alles. Die Allgäuer Luft hat mir am Anfang auch nicht so gut getan. Ich bekam nähmlich Halsweh und mußte manchmal Husten. Aber meine liebe Tierärztin hat auch hierfür eine Medizin gehabt. Bald darauf stellten Frauchen und Herrchen fest, dass ich bei längerem Laufen mit dem linken Vorderbein hinkte. Also ging es wieder zum Arzt. Diesmal wurde geröntgt. Stellt Euch vor, das habe ich sogar ohne Narkose geschafft. Alle waren ganz stolz auf mich. Ich hatte irgendwann einmal in meinem früheren Zuhause eine Verletzung (Absplitterung eines Knochens), die nicht behandelt wurde. Solange es nicht schlimmer wird, lassen wir nichts operieren. Das hat auch die Tierärztin gesagt. Mein Frauchen und Herrchen haben schon viel Geld für mich bezahlen müssen. Das ist ihnen aber egal. Hauptsache ich bin wieder gesund. Und das bin ich. Ich bin viel ausgeglichener, mein Fell glänzt und wird immer länger, ich habe mein Idealgewicht und über mein "Geschäft" freuen sich alle.
Da ich sehr "freiheitsliebend" bin, habe ich die erste Zeit die Türen alleine aufgemacht. Dabei habe ich ein paar Türen etwas verkratzt. Jetzt hat mein Herrchen die Türklinken von Eingangstüre und Türe zum Futter umgedreht. Auch den Gartenzaun hat er etwas höher gemacht. Ich konnte locker aus dem Stand darüber springen (ein Meter). Irgendwie wollten die nicht, dass ich alleine zum See gehe. Inzwischen bin ich aber schon ganz brav geworden. Das "Folgen" klappt auch immer besser. Manchmal versuche ich beim Spazierengehen meinen Kopf durchzusetzen. Bei Frauchen klappt das besonders gut. Ich bin eben von Natur aus neugierig und möchte alles erkunden. Bestimmt werde ich, wenn ich älter bin, etwas ruhiger. Herrchen und Frauchen sagen immer, ich sei ein "Kasperl" und dass sie mich ganz lieb haben. Übrigens ich war auch schon mit unserem Campingbus am Lago di Como und Lago di Iseo (Italien). Vom Autofahren war ich nicht so begeistert, aber sonst war es schön. Auch hier hatte ich gleich einen Freund gefunden (ein Elo). Er wohnte gleich neben mir. Im August fahren wir noch in die Schweiz (Interlaken). Dort ist es nicht so heiß. Mein Frauchen und Herrchen schauen nähmlich immer darauf, dass es mir gut geht.
Also liebe Familie Koopmann, Ihr könnt beruhigt sein, ich habe ein gutes Plätzchen gefunden. Ich bin der "Hahn" im Korb. Alles dreht sich hier um mich. Toll! Übrigens! Ich darf sogar im Bett von Herrchen und Frauchen schlafen. Aber niemanden weitersagen.
Familie Rauch treffe ich ja beim Collietreffen. Die werden Augen machen, wenn sie mich sehen. Und auch an Sie noch einmal ein herzliches Dankeschön, dass Sie mich so lieb aufgenommen und um mich gekümmert haben. Was wäre aus mir ohne Sie geworden? Liebe Grüße von "Sammy" und Frauchen und Herrchen