SAMSON
Es war für mich ein ereignisreicher Tag, der 5. April 2003. An meiner Pflegestelle bei Frau Henrich wurde mir erklärt, dass heute zwei Personen kommen, die mich etwas begutachten wollen. Ganz gespannt wartete ich im Garten und wusste nicht, was auf mich zu kommt.
Dann war es so weit - ein Auto fuhr in die Hofeinfahrt. ich dachte nur - sind die das? Erst einmal heftig bellen, denn das hat noch keinem Hund geschadet!
Jetzt traten die zwei Personen ein und liefen gleich auf mich zu. Der erste Gedanke war wohl - ach ja, es hätte schlimmer kommen können. Dann wurde ein Übernahmevertrag unterschrieben und ruck zuck saß ich in einem fremden Auto und wir fuhren los.
Nach drei Stunden Autobahn war ich doch etwas geschafft. Mein neues Frauchen meinte dann, ich müsste mit meinem Herrchen eine halbe Stunde früher aussteigen und den Rest zu meinem neuen Zuhause zu Fuß ablegen. Denn wer so lange im Auto liegt, dem kann etwas Bewegung nicht schaden.
Frauchen fuhr dann alleine nach Hause und hat mir versprochen, dass ich gleich etwas zu fressen bekomme, sobald ich mit Herrchen angekommen bin. Das funktionierte schon ganz ordentlich. Das Futter stand bereit, und ich hatte meine dringenden Bedürfnisse erledigt.
Jetzt hatte ich erst mal richtig Zeit, um alles auszukundschaften. Es wurde geschnüffelt, in jede Ecke gelaufen, im Garten markiert, und zu guter letzt durfte ich gleich noch Bekanntschaft mit der Schäferhündin von den Nachbarn machen.
Abends liefen wir noch eine Stunde spazieren, und dann war ich doch recht müde an meinem ersten halben Tag im neuen Zuhause! Ich lief mit meinen neuen Besitzern nach oben und erkundete das Schlafzimmer. Erleichtert stellte ich fest, dass da tatsächlich eine Ecke für mich frei war. Da mein neues Frauchen alle Türen offen hat, konnte ich mich nach Herzens Lust ausbreiten. Nachts, als alle schliefen, begab ich mich noch mal auf Wanderschaft. Als mein Frauchen morgens aufwachte, wunderte sie sich, dass der Hund nicht mehr oben lag.
Sie lief die Treppen herunter und machte eine Entdeckung: Ich hatte das Hundebett entdeckt! Mein erstes eigenes Bett!! Es war so gemütlich und kuschelig, dass ich gar nicht mehr aufstehen wollte. - Draußen im Garten gibt es immer etwas Aufregendes zu bestaunen:
-    Bienen jagen
-    im Gras wargeln
-    vorbeifahrende Autos ankläffen
oder ganz einfach faul im Gras herum liegen!
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Viel Spaß an den Fotos wünscht Sabine G.