PAMELA
September 2002:
Vier Monat jung und schon sehr viel Schlimmes erlebt! Pamela stammt aus der aufgelösten "Zucht", über die wir in "Hundeelend mitten unter uns" berichten.
29. November 2002:
Liebe Frau Koopmann, lieber Herr Koopmann,
nun endlich auch ein Bericht von Lucca (isländisch „die Glückliche“, früher Pamela). Als ich Lucca im September, kurz nachdem unsere Colliehündin gestorben war, auf Ihrer Internet-Seite gesehen hatte, wusste ich: Der Hund ist es! Es war also Liebe auf den ersten Blick. Als Sie uns telefonisch zugesagt hatten, dass wir Lucca bekommen könnten, war ich überglücklich und habe erst mal alle Freunde und Verwandte, die wussten, dass wir auf der Suche nach einem neuen Hund waren, angerufen und die Neuigkeit erzählt.
Später kamen mir aber doch leichte Bedenken. Ein Hund aus so schlechter Haltung, der sein bisheriges kurzes Leben nur in diesem schrecklichen Haus verbracht, in der doch so wichtigen Prägephase nichts kennen gelernt und so eine schlimme Krankheit hinter sich hat, ob das wohl das Richtige für uns ist? Alle anfänglichen Bedenken haben sich nun, nachdem wir unsere Lucca fast drei Monate haben, in Luft aufgelöst. Ich kenne nicht viele Hunde, die so schnell lernen und mit so viel Freude bei der Sache sind wie sie.
Sitz und Platz konnte sie schon in der ersten Woche. Mittlerweile beherrscht sie kleine Kunststücke wie Pfötchen geben, sich hinlegen, versteckte Leckerlis suchen, Schubladen öffnen, Gegenstände apportieren usw. Auch öffnet sie sich beispielsweise schon mal selbst die Terrassentür, um wieder rein zu kommen, wenn sie im Garten ist. Ihrem Lerneifer und ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt, und ich muss mir fast täglich neue Dinge ausdenken, um sie zu beschäftigen.
Natürlich waren die ersten Wochen nicht immer leicht. Der erste Gang durch die Stadt, um ihr ein neues Geschirr zu kaufen, war eine reine Katastrophe. Sie wollte nicht laufen und hatte Angst vor jedem Auto, so dass ich sie in das Zoogeschäft tragen musste. (Das bei einem Hund, der damals fast 15 kg wog.) Spaziergänge wollte sie anfangs auch nicht machen und verließ unser Grundstück nur äußerst ungern. So ganz stubenrein war sie natürlich auch nicht, und manches „kleinere“ oder „größere“ Geschäft fand sich im Haus wieder.
Mal alleine zuhause bleiben musste auch geübt werden. Dass dabei auch „Opfer“ wie ein Paar Schuhe oder eine Grünpflanze zu beklagen waren, ist wohl bei Welpen ganz normal.
Mittlerweile ist sie mit ihren sieben Monaten eine bildschöne, intelligente und verspielte Hündin geworden. Dazu waren natürlich viel Liebe, Ruhe, Geduld, Konsequenz und verständnisvolle Freunde, die mir schon mal mit „Hundegesellschaft“ ausgeholfen haben, nötig. Nun sind wir täglich mehrere Stunden draußen, und sie tobt mit Freude mit ihren vierbeinigen Freunden über die Felder. Weil sie für ihr junges Alter schon super hört, läuft sie meistens ohne Leine. Ab und zu gehen wir auch in die Hundeschule. Auch dort ist sie wie gewohnt mit Feuereifer bei der Sache. Natürlich ist es mit viel Zeitaufwand verbunden und nicht immer leicht, einen Hund zu erziehen. Aber wenn man dann sieht, wie glücklich ein Hund über die Felder toben kann oder ins Spiel vertieft ist, ist das mit nichts zu vergleichen und mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.
Vielen Dank, dass Sie all die Mühe, Zeit, Geld und Arbeit für die Hunde investieren. Ich kann nur sagen, dass es sich immer lohnt! Aber das wissen Sie ja wahrscheinlich selbst am besten.
Viele Grüße von einer glücklichen Lukka,
Ihre Regina R.