COSMO  Teil  2
Cosmo ist etwas ganz Besonderes, ein echtes Einzelstück.
Seit einem Jahr teilt und bereichert er unser Leben und er lacht inzwischen viel und hat uns kürzlich selbständig zum Versteckspiel aufgefordert. Er übt sich täglich mit zunehmendem Erfolg im Leckerlisuchen und balanciert gekonnt auf Baumstämmen. Er liebt es, sich in Heu zu wälzen, durch Schnee zu toben und beißt schrecklich gern in Maulwurfhaufen. Hemdärmelzipfel hat er zum Fressen gern und wenn wir heim kommen steht er voller Freude schwanzwedeln und jeppsend an der Tür und muß erstmal ausgiebig geknudelt werden.
Unser Zusammenleben macht uns allen viel Freude.
Im letzten Herbst ergab sich eine spürbare Veränderung dadurch, daß Cosmo nach einem halben Jahr bei uns endlich ertragen konnte, daß sich jemand zu ihm auf den Boden, den Rasen, den Teppich setzte. Seitdem tummeln wir uns nun immer öfter alle auf dem Boden und kuscheln ausgiebig, was nicht nur er sehr genießt. Auch gemeinsames Rudelliegen ist ganz wunderbar!
Nachdem das Autofahren bei Cosmo keine spürbare Aufregung und Übelkeit mehr auslöste, waren wir im Spätsommer mit ihm und dem kleinen Reisewohnwagen an den Küsten unterwegs. Unser Hund hat es sehr genossen, mit seinen Menschen auf dreieinhalb Quadratmetern zu hausen. Er schien richtig enttäuscht, als wir uns nach der Rückkehr wieder im ganzen Haus verteilen mußten.
Und auch der Winterurlaub in den dänischen Dünen war wunderbar, Cosmo ist mit ansteckender Begeisterung rauf und runter, hin und her getobt. Nur der surrende Drachen am Himmel hat ihn irritiert, vermutlich weil das Geräusch ein brummendes Rieseninsekt erwarten ließ - und die fürchtet er immer noch.  
Cosmos Vertrauen in sich und in uns ist deutlich gewachsen, trotzdem kam es leider zu zwei Ereignissen, die uns verunsichert haben. Nach Kontakt mit einem Elektrozaun trat unser Hund die Flucht an und war nicht mehr zurückzurufen. Und ein anderes Mal warf jemand Schneebälle auf eine Person direkt neben ihm und er hielt auch da Flucht für die sicherste Reaktion. Glücklicherweise hat Cosmo in beiden Fällen den Weg zu uns zurück gefunden, aber einen Riesenschreck hatten Mensch und Hund schon. Wir sind zuversichtlich, daß Bindung und Vertrauen noch zunehmen werden, jedenfalls „arbeiten“ wir täglich daran.
Vor allem aber macht unser Zusammensein Mensch und Hund täglich sehr viel Freude, wir lachen viel miteinander und genießen die gemeinsame Zeit. Deshalb nochmals vielen Dank dafür, daß Sie diesen wunderbaren Hund vor einem Jahr aus der Türkei hierher geholt und an uns vermittelt haben.  
Viel Glück und Erfolg für Ihre weitere Arbeit wünschen Cosmos Menschen.  
Unser gemeinsamer Alltag ist problemlos. Cosmo hat sich gut eingelebt und sein anfangs knurrendes Fremdeln gegenüber Besuchern hat sich völlig gelegt, nachdem ihm alle mit Leckerlis begegneten. Als Folge bettelt er jetzt ein bißchen, das halten wir aber für das kleinere Übel und er tut es auch recht charmant und unaufdringlich.
Cosmo im Winter: