PEGGY
Hallo und guten Tag Familie Koopmann,
nachdem unser Collie Harras mit ca. 9 Jahren am zweiten Weihnachtsfeiertag wegen Nierenversagen eingeschläfert werden musste, stöberten wir öfters in den Seiten von Collie in Not. Auch haben wir „Ein Tag“ von Ihnen gelesen. Dazu möchten wir Ihnen für Ihre Arbeit ein weiteres Erfolgserlebnis melden, das Ihnen die Kraft und den Mut zum Weitermachen geben soll.
Ende Mai haben wir mal wieder bei CiN nachgesehen, was es Neues gibt. „New“ blinkte es bei Peggy. Sie war mit ihren 8 Jahren genau die Richtige für unseren Teddy.
Wir riefen gleich unter der angegebenen Telefonnummer an und haben einen kurzfristigen Besuchstermin vereinbart. Wir sind dann mit unserem 12½ Jahre alten Colliemischling Teddy zu Frau Buchholz nach Erftstadt gefahren. Teddy musste schließlich entscheiden, ob Peggy die richtige Wahl für ihn ist. Sie war es! Auch wenn sie inzwischen seine sämtlichen Lieblingsplätze einnimmt. Er überlässt sie ihr großzügig. Auch für uns gab es keinen Zweifel, Peggy kommt zu uns. Leider konnten wir Peggy nicht gleich nehmen, da wir drei Tage später in Urlaub nach Föhr fuhren.
Ausgerechnet diesmal hatten wir eine Ferienwohnung, in die man keine Hunde mitbringen durfte, da wir Teddy bei unserer Tochter lassen wollten. Für ihn wäre die Fahrt zu anstrengend gewesen. Auch muss man ihn mit seinen 38 kg immer ins Auto rein- und rausheben, da er es allein nicht mehr schafft.
Aber ein Urlaub ohne unsere Hunde war schon komisch.
Wir haben sie überall sehr vermisst. Es hat uns aber auch in unserer Absicht bestärkt, wieder einen zweiten Hund ins Haus zu holen. Frau Buchholz hatte sich bereit erklärt, Peggy solange bei sich zu behalten. So haben wir sie dann auf der Rückfahrt mitgenommen.
Heute sind es fünf Wochen, dass Peggy bei uns ist. Wir sind überglücklich, dass wir sie haben. Auch wenn sie uns nicht mehr ausschlafen lässt. Sie ist der Meinung, um 6 Uhr sei die Nacht für uns zu Ende. Wo wir doch alle so gerne lange schlafen. Wenn einer nicht reagiert, geht sie halt zum anderen und nervt den. Wenn wir dann endlich wach sind, jeder sie gestreichelt hat, legt sie sich wieder hin und schläft weiter.
Sie ist ein anhängliches scheues Rehlein. Aber mit ihren Ängsten wird es jeden Tag besser. Der Schwanz wippt jetzt auch schon fast in gerader Linie hin und her. Er ist nicht mehr zwischen die Beine geklemmt. Sie läuft ohne Leine, folgt aufs Wort. Geht jetzt sogar freiwillig und allein im Dunkeln aus dem Haus. Am Anfang hat sie nur die Nase aus der Terrassentür gesteckt.
Sie ist eine absolut saubere Hündin. Sie macht nicht mal Pippi aufs Grundstück. Am Anfang hatte sie sogar Angst, wenn sie ihr Häufchen machte. Sie lief in einem großen Bogen ängstlich um uns herum. Ab sofort haben wir sie dann immer gelobt. Sie kam dann Schwanz wedelnd, froh und erleichtert auf uns zugesprungen. Heute ist das kein Thema mehr.
Auch Rechen und Hacken machen ihr nichts mehr aus. Gartenarbeit war am Anfang schwierig. Alles, was nach Stock aussah, machte ihr panische Angst. Wenn ihr etwas Angst macht, wird es vor sie hingelegt und beruhigend auf sie eingeredet. Dann beschnüffelt sie es, und es ist in Ordnung. Heute sitzt sie sogar neben dem Gartenhäcksler und bettelt um Streicheleinheiten.
Heute haben wir sie mit dem Gartenschlauch gebadet. Sie hat es genossen. Sie ist danach wie eine Irre im Garten herumgetollt. Aber das Trockenrubbeln mit dem Handtuch war für sie der Höhepunkt. Wir mussten es dauernd wiederholen.
Mal sehen, wenn wir nächstes Jahr wieder nach Föhr fahren, ob sie da in die Nordseefluten springt. Teddy ist ja leider wasserscheu. Eine ebenerdige Ferienwohnung mit großem Garten haben wir schon gebucht.
Auch die Fellpflege genießt sie. Es könnte stundenlang so weitergehen. Sie legt sich dann immer auf den Rücken, damit ich ihr den Bauch bürsten kann. Dabei schläft sie regelmäßig ein, bis ich aufhöre. Das ist übrigens ihre Lieblingspose. So schläft sie auch in der Nacht neben meinem Bett. Auf dem Rücken, Kopf nach hinten, Vorderläufe angewinkelt und die Hinterbeine weit auseinander. Wir haben seit 20 Jahren Collies, aber so hat noch keiner geschlafen.
Noch einen schönen Tag und alles Gute wünschen Hannelore und Peter B.