PEGGY Teil 3
Hallo liebe Großfamilie Koopmann!
Als wir Peggy letzten Juni zu uns nahmen, haben wir sie auf eine Unterfunktion der Schilddrüse testen lassen, da sie uns so antriebslos vorkam. Es wurde auch eine Unterfunktion der Schilddrüse festgestellt. Außerdem hatte sie ein wucherndes und entzündetes Zahnfleisch. Daher wollte sie auch nichts fressen. Das haben wir dann einigermaßen mit viel Aufwand in den Griff bekommen. Aber es kommt immer wieder.
Da mein Mann mit Peggy nach Heede nachgereist kam, haben wir die Klinikbesuche mit Vivian auch gleich für Peggy genutzt. Wir haben bei Peggy die Schilddrüsenfunktion wieder überprüfen lassen. Frau Dr. Berger hat dann über den Vormittag bis Mittag verteilt, 3 x Blutproben von Peggy abgenommen, so daß sie genaue Werte hatte.  Es ist eine starke Unterfunktion vorhanden. Sie wurde neu eingestellt und bekommt jetzt 2 x täglich 1 Tablette.
Da wir wegen Vivians Beinchen unsere Urlaubsreise nach und von Föhr über Heede machen, lassen wir bei Peggy auf der Rückreise wieder eine Kontrolluntersuchung vornehmen. Frau Dr. Berger meinte, dies sollte nach ca. 6 Wochen vorgenommen werden, um Peggy dann evtl. neu einstellen zu können.
Außerdem haben wir Peggys Zahnfleisch kontrollieren lassen, da sie wieder starken Schnauzen-(Mund)Geruch hatte. Es war wieder alles voller Bakterien und entzündet. Frau Dr. Berger hat dann etwas Neues aus der Virenforschung genutzt. In Narkose wurde bei Peggy in jede Seite ihres Gebisses ein Mittel gespritzt. Außerdem mußte sie 10 Tage lang ein Antibiotika einnehmen.
Die Behandlung hat bei Peggy gut angeschlagen. Sie hat in der Klinik sogar Leckerlis angenommen, was sie sonst nie getan hat. Sie kann jetzt auch harten Hundekuchen beißen. Frau Dr. Berger ist jedoch der Meinung, daß man Peggy in Zukunft trotzdem in Abständen immer wieder mal 10 Tage lang Antibiotika verabreichen muß. Was haben wir bloß für Sorgenkinder. Ein Glück, daß wir gesund sind.
Man sollte ja nicht glauben, wie schnell sich Peggy und Vivian an einander gewöhnt hatten. Ich hätte nie gedacht, daß sie sich nach so kurzer Zeit so vermissen. Sie waren ja am Anfang - wie man so sagt - wie Hund und Katz. Durch den Futterneid von Vivian mußte die Raubtierfütterung immer in getrennten Räumen stattfinden. Durch den Klinikaufenthalt von Vivian hatten sie sich ja 14 Tage nicht gesehen. Als mein Mann dann in der Nacht nach Heede kam, war ich froh, daß wir ein Haus für uns hatten. Das war vielleicht ein Gejaule und Gequietsche bei der Begrüßung. Sie waren beide ganz aus dem Häuschen. In einer Ferienwohnung hätten wir bestimmt Ärger bekommen mit den anderen Feriengästen.
Vivian hat sich richtig an Peggy angeschlossen. Im Auto muß man sie nicht mehr trennen und auch beim Fressen geht jetzt alles manierlich zu. Es muß nicht mehr eine geschlossene Tür dazwischen sein. Der Blickkontakt ist da. Vivian ist zwar ruckzuck fertig - das wird vermutlich immer so bleiben -, aber sie verscheucht Peggy nicht mehr knurrend von ihrem Napf, sondern wartet geduldig in gebührendem Abstand, bis Peggy großmütig ihren Napf zum Ausschlecken frei gibt. Sie hat begriffen, daß hier die Fleischtöpfe nicht leer werden.
Als Anhang ein Bild in und vor der Tierklinik (Parkplatz) in Heede mit unseren beiden Mäusen.
Schade, daß der Anruf wegen Boy's neuem Zuhause einen Tag zu spät kam. Den einen Tag hätte der Fratz auch noch unsere zwei Damen aufmischen können und die lange Autofahrt wäre ihm erspart geblieben. Mein Mann war ganz vernarrt in ihn. Die ganze Autofahrt von Saarbrücken an hing er ihm über die Schulter. Aber leider waren unsere 2 Damen der Meinung, er stört. Keiner wollte mit dem Kleinen spielen. Als ich dann aber mit Boy wegfuhr und ohne ihn wieder zurück kam, waren sie beide sauer mit mir. Als er auch trotz intensivem Treppenruntergucken nicht erschien, war das Maß vermutlich voll. Nach Colliemanier haben sie sich dann bis zum späten Abend mit dem Hintern zu mir in gebührender Entfernung brummelnd hingelegt. Heute ist schon alles vergessen.
Bis zu unserem Wiedersehen in nicht mal ganz 2 Wochen viele liebe Grüße an Euch alle,
Hannelore und Peter Blum