ANNY - JASMINE
Hallo Leute!
Nachdem ich nun schon 4 ½ Jahre in meinem neuen Zuhause bin, denke ich es ist an der Zeit mal wieder von mir hören zu lassen. Wie Ihr in meinem ersten Bericht ja gelesen habt bin ich wegen meiner kaputten Hüfte ganz oft zur Physiotherapie gegangen, die mir auch sehr geholfen hat. Heilen kann man damit die Hüfte natürlich nicht und so haben meine Dosenöffner weiterhin die Ohren offen gehalten wie sie mir helfen können ohne eine schwere Hüftoperation vornehmen zu lassen.
Irgendwann hat Herrchen dann mal was von Goldakkupunktur gefaselt und dann tagelang am Computer gehockt oder tele-foniert um sich zu informieren. Dann fuhren wir zu einer Spezialistin für diese Goldakkupunktur und die hat mich dann untersucht. Sie hat meinen Dosenöffnern erklärt dass eine Goldimplantation, wie es auch genannt wird, sicher das Richtige für mich wäre wenn sie mir keine Hüftoperation zumuten wollten, denn die Goldakkupunktur wäre eine Dauerschmerz-therapie ohne Medikamente.
So musste ich nach ein paar Tagen wieder hin und wurde schlafen gelegt. Die Frau Doktor hat mir dann rund um meine kaputte Hüfte und auch noch an mehreren anderen Stellen, die sie Strahlpunkte nannte, Goldkügelchen mit einer dicken Nadel eingesetzt. Da ich eh schon in Narkose lag, hat sie mir auch noch ein paar meiner kaputten Schneidezähne gezogen. Herrchen sagt ich wäre jetzt seine kleine Hexe, Frauchen sagt dann er wäre doof.
Aber zurück zu meiner Hüfte: Ich bekam ab sofort keine Schmerzmittel mehr und hatte trotzdem viel weniger Beschwerden als vorher. So konnte ich ab dann viel längere und schönere Sparziergänge mit meinen Dosenöffnern unternehmen und auch mehr mit anderen Hunden spielen ohne dass ich Beschwerden hatte.
Leider ist einige Tage vor meiner OP mein Hundekumpel Jamie gestorben und so war ich erst einmal der einzige Hund im Haus. Bis sich dann im Februar 2004 Margit und Gabi eine nette List ausgedacht haben. Sie riefen bei Clemens an und baten ihn einen Hundetransport aus Dresden zu übernehmen, denn eine 70 Jährige Omi war der Meinung dass sie sich noch mal einen Welpen anschaffen musste, und wurde nun dem mittlerweile 10 Monate jungen Rotzlöffel nicht Herr. Da CIN gerade am überlaufen wäre (das war zwar nicht gelogen, aber auf den einen mehr wäre es auch nicht angekommen), bat man uns den Rotzlöffel für einige Tage als Pflegestelle hier zu behalten. Christiane und Clemens sind auch gleich drauf rein-gefallen und haben zugesagt. So kam dann Pommes zu uns, Pommes wurde er gerufen weil er damals lang, dürr und goldgelb wie eine Pommfritt war. Sein eigentlicher Name ist Caine, und ich muss zugeben er hat sich zu einem wirklich schönen Dark Sable entwickelt. Da ich die Erziehung übernommen habe ist er auch ein echt netter Kerl geworden.
Leider sind letztes Jahr dann schwarze Wolken in mein Leben gezogen: Ich konnte immer schlechter laufen, kippte dabei hinten weg und hatte gar kein Gefühl mehr in den Hinterbeinen. Es wurde ein CT gemacht und dabei stellte man fest, dass ich am Cauda Equina Syndrom litt. Ich musste also operiert werden. Nach einer langen OP und zwei fürchterlichen Tagen in der Klinik durfte ich wieder nach Hause. Wir gingen dann wieder oft zur Physiotherapie, und tatsächlich langsam aber sicher wurde es wieder besser mit mir. Leider nur für ein halbes Jahr, dann kamen die gleichen Symptome wieder. Nach vielen Untersuchungen bei verschiedenen Tierärzten stand es dann fest. Mein Rückenmark will seinen Dienst nicht mehr tun (degenerative Myelopatie nennen die Menschen das), und ich bin mittlerweile auf den Hinterbeinen vollständig gelähmt. Da ich den Hunderollstuhl nicht haben wollte muss Herrchen mich halt tragen! Basta! Ein eigenes Taxi habe ich auch, und trotz allem viel Spaß mit Pommes und meinen Dosenöffnern!!! - Viele Grüße aus Frankfurt sendet euch Annyminchen