Da waren nicht viele meiner Art, einer, sehr nett, auch er hockte in einer dieser Zellen, schaute rüber, so hatte ich wenigstens ein wenig das Gefühl, nicht ganz so alleine zu sein.
Manchmal holten die Männer Hunde aus den Zellen, sie winselten, gingen aber mit, ich sah sie jedenfalls nicht wieder. Es war alles unheimlich hier. Ich hatte ein paar Wunden am Körper, sie brannten, ich leckte sie sauber und legte mich dann auf den kalten Boden und wartete einfach ab.....doch ich hatte große Angst.....ich bellte ab und zu, doch es nützte nichts.....wie lange sollte ich es hier nur noch so aushalten?
Ein paar Tage später hörte ich andere Stimmen auf unsere Zellen zu kommen, sie waren freundlich, sie sprachen mit den Männerstimmen und dann kamen sie auf unsere Zellen zu, schlossen sie auf, banden mir einen Riemen um dem Hals und holten mich raus. Oh, wie sehr ich mich freute, denn der Nachbar, ein schöner Weißer meiner Rasse, stand auch plötzlich neben mir. Nun wollte ich nicht mehr ohne ihn sein. Er freute sich auch und die Menschen, man nennt sie Tierschützer, das weiß ich heute, nahmen mich mit in ein Haus, wo es zumindest etwas schöner war, wir bekamen Wasser und Futter, viele Streicheleinheiten und ein gemütliches Plätzchen, wo wir schlafen durften. Ich habe mich gleich an meinen großen, weißen Freund gekuschelt und dann bin ich eingeschlafen. Diese Menschen brachten uns am nächsten Tag zu einem Arzt, der uns untersuchte und alle meine Wunden versorgte, ich war ja so dankbar, freute mich und freute mich.