Drei Wochen lag der Besitzer im Krankenhaus, ehe er starb. Die "Erben" schoben dem bösen Hund mit einer langen Stange ab und zu Futter in seine Reichweite. - Ich zähle drei verbeulte Töpfe und einen Teller. -
Von den Anwesenden ist niemand bereit, sich dem Hund zu nähern. Ich atme ein paarmal tief durch, öffne das Hoftor. Der Hund steht ganz still, fixiert mich. Langsam bewege ich mich auf ihn zu, rede leise mit ihm. Als ich schon fast sicher bin, daß er mich an sich herankommen läßt, bricht die Hölle los. Ich sehe ein geballtes Bündel Wut auf mich zufliegen, Zähne, Speichel. Mein Blick klebt an dem Tau, wie alt mag es sein, ob es noch hält? Es hält, stoppt den rasenden Hund etwa einen Meter vor mir. Ich ziehe mich etwas zurück, bis er sich beruhigt, versuche es mit einem zugeworfenen Futterbrocken.
Er prüft mißtrauisch, frißt. Die nächsten Brocken nimmt er sofort . Jedem Versuch, sich ihm zu nähern, während er kaut, setzt er unmißverständlich ein tobendes Ende. Ich habe kein Zeitgefühl mehr, sind 30 oder 60 Minuten vergangen? Der peitschende Regen und die Kälte haben die Gaffer längst vertrieben.