Durch meine Freundschaft zu Carlotta hatte ich sehr schnell gelernt, dass es besser ist, sich zu melden, wenn man mal raus muss. So habe ich es geschafft, meine Menschen nicht durch Häufchen oder Bäche zu verärgern. Auch, dass ich an der Straße sitzen bleiben muss, bis mein Herrchen mir sagt geh voraus, habe ich schnell begriffen.
Sonst lässt mich mein Herrchen in Frieden. Auf Pfiff habe ich zu kommen (sonst grummelt er mit mir). Mit der Hündin der Tochter meines Herrchens, sie heißt Inka von der Alb (auch so ein Adelsgesocks aus dem Tierheim Reutlingen), vertrage ich mich sehr gut, wenn sie mal bei uns zu Besuch ist. Von meiner Freundin habe ich auch das Schwimmen gelernt. Ich habe in der Umgebung sehr viele neue Freunde gefunden. Mit den meisten verstehe ich mich blendend, aber es gibt auch einige Stinkstiefel dabei.
Im letzten Jahr war ich im Urlaub an der Ostsee. Ich habe es sehr genossen. Das Wasser hatte eine angenehme Temperatur, so dass ich ausgiebig schwimmen konnte. Nach dem Urlaub ging es mir dann an den Kragen, oder besser gesagt an den Bauch. Ich wurde kastriert, was immer das auch sein mag, ich habe es überlebt. Inzwischen geht es mir aber wieder sehr gut, und ich übe mich im Bergsteigen. Auf der Sessellehne lauf ich schon im Schlaf. Na, mal sehen, vielleicht fahren wir in diesem Herbst in den Thüringer Wald, wo ich dann schon mal das Laufen im Mittelgebirge üben kann.
So, meine Lieben, für heute soll es das gewesen sein, haltet Euch immer schön geschmeidig. Ein besonderer Gruß noch an meine Freundin Lady. Es grüßt Euch alle,
Anjuli Prötter